Hövelö damals und heute


Zur Zeiten von Elias Lönnrot war Hövelö nur ein kleiner Pachthof. Nachdem Antti und Emilia Lönnbohm, die Eltern von Eino Leino, in 1858 den Pachthof gekauft hatten, wurde das Haus langsam erweitert, damit die ganze Familie Platz hätte. Die Familie hatte sieben Söhne, für die ein zusätzliches Haus im Hof gebaut wurde, das sogenannte „Haus der Jungen“.  Dieses Haus befindet sich immer noch an der ursprünglichen Stelle im Hof Hövelö in Paltaniemi.


Das Eino Leino -Haus befindet sich ca. 3 km entfernt von der ursprünglichen Stelle, in einer inspirierenden und naturschönen Landschaft.


Nachfolgend finden Sie Informationen über die Geschichte des Hauses zur Zeit von Familie Lönnbohm.

 

Vater Anttis Zimmer:

In seinem Zimmer fertigte Vater Antti in der Winterzeit Karten und Zeichenerklärungen an, empfing Gäste und schwatze mit den Knechten. In das Zimmer wurde auch die Post, Briefe und Zeitungen, gebracht. In Hövelö folgte man der Zeit und den Nachrichten vielseitig. Die Briefe und Zeitungen wurden zuerst in Vaters Zimmer gelesen, oft laut. Oft las die Schwester der Mutter, Olga Kyrenius, die die Kinder zuhause unterrichtete, oder eins der Kinder die Briefe und Zeitungen vor.

 

In dem Zimmer wurde Eino Leino geboren.

 

In dem Zimmer befindet sich heute eine Fotoausstellung über Eino Leinos Leben und Arbeit. An der Wand hängt auch ein Bild von Elias Lönnrot, da er Hövelö in 1834 bis 1835 besaß und dort den ersten Kalevala zusammenstellte.

 



Zimmer der Mutter Emilia

Die Mutter Emilia kümmerte sich um den Haushalt der großen Familie. Die kleinsten Kinder schliefen im Zimmer der Mutter. In der Kindheit Eino´s zog sich die Mutter öfters in ihr eigenes Zimmer zurück, um sich auszuruhen.


An der Stelle ihres Zimmers im ursprünglichen Hövelö stellte das Eino Leino Verein ein Denkmal auf. In den alten Bildern von Hövelö ist das Zimmer abgebaut worden, da daraus eine Sauna am Ufer des Sees gebaut wurde. An der Wand sehen Sie den bohemen Umhang des Eino Leino sowie einen Teil seines literarischen Werkes.

 

 

 

Zimmer der Tochter Olga:

Olga war die älteste Tochter der Familie. Sie war eine begabte Pianistin, erkrankte jedoch im Alter von 16-17 Jahren an Schizophrenie und wohnte ihr ganzes Leben in Hövelö. 

 

Jetzt befindet sich in dem Raum ein Kultur-Shop.

 

 

Tochter Hildas Zimmer

Hilda war die zweitälteste, begabte Tochter. Sie hat ihren Abschluss als Lehrerin in Raahe gemacht, aber da ihr Gehör sich verschlechterte, konnte sie nicht als Lehrerin arbeiten. Sie arbeitete als Gehilfin für ihre zwei Bruder, die Feldmesser waren.

 

Heute wird das Zimmer vom Personal benutzt.

 

 

Der Saal

In den Saal versammelte man sich zu gemeinsamen Situationen und dorthin wurden auch die Gäste eingeladen. Im Saal befindet sich ein originaler Ecktisch aus Hövelö. An der Wand hängt ein Bild von Tuhkanen (ein späterer Besitzer des Hövelö), in welchem Tuhkanen Hövelö von der Bucht Hövelö aus zeigt.

 

Heute werden in dem Saal jeden Donnerstag im Sommer sogenannte Poesie-Cafés und unterschiedliche Kulturveranstaltungen abgehalten.

 

 

Küche und Esszimmer

Zu den Zeiten wurde das Essen an einem Holzherd zubereitet. In Hövelö gab es ein Herd mit einem Loch, in dessen Wärme das Essen für die große Familie, die Angestellten sowie Sommergäste, die es zu Studienzeiten der Kinder in Hövelö öfters gab, zubereitet wurde. Während die Knechte aßen, hatte der Vater Antti des Öfteren die Angewohnheit am Türrahmen zu stehen, seine Pfeife zu rauchen und sich mit ihnen über die Arbeiten des Tages zu unterhalten.

 

In den Räumen befindet sich nun ein Sommer-Café und natürlicherweise entspricht es nicht mehr den Räumen Eino Leino´s Kindheit.

 



Lystinurmi

Im Hof des Hauses gibt es eine Scheune, die den Namen Lystinurmi, „Lustwiese“, trägt. Der Name stammt aus dem 19. Jahrhundert, von der Wiese auf der anderen Seite der Hövelö-Bucht, wo in der Jugend Oskar Lönnbohms und Kasimir Leinos Feste des vaterländischen Verein veranstaltet wurden. Heute werden in der Scheune in der Sommerzeit u.a. Hochzeiten und donnerstags Tanzkurse veranstaltet.

 

 

Uferhang des Hauses und Strand

Vom Uferhang des Hauses öffnet sich ein weiter Ausblick zum See Paltaselkä. Dort finden Sie auch eine Treppe sowie Laufstege zum Strand. Entlang des Laufsteges befindet sich eine Ausstellung über Uferpflanzen samt Namensschildern. Die Ausstellung ehrt den botanischen Hobbies von Elias Lönnrot sowie Oskar Lönnbohm und ihre Arbeit in dieser Gegend. Elias Lönnrot stellte das erste finnische Atlas zusammen und zum Teil hat die Arbeit Oskar Lönnbohm mit dazu gewirkt, dass es heute in Kuopio ein naturwissenschaftliches Museum gibt.


In den Bäumen des Hofes gibt es viele Vogelhäuser, die wir bitten, in Ruhe zu lassen.